10. Spieltag TSV 1862 Radeburg - TuS Weinböhla

Unglückliche Niederlage im Spitzenspiel

 

Im Stile eines Spitzenreiters begann Weinböhla. Druckvoll drängten sie aufs Radeburger Tor, so dass Kai Drabe im Gehäuse gleich gefordert wurde. Die ersten Großchancen verzeichneten jedoch die Gastgeber. In der 4. Minute steckte Andreas Thieme wunderbar auf den sich Rechts lösenden Arno Walther durch. Der versuchte es mit einem Heber, den er leider zu hoch ansetzte. So ging der Ball doch um einiges drüber. In der 7. brach Andre Scheiblich auf dem linken Flügel durch. Seinen platzierten Schlenzer lenkte Weinböhlas Keeper Karsten Herzog spektakulär zur Ecke. Es war nun ein intensives Spiel von beiden Mannschaften geworden. Beide hielten das Tempo hoch, nur die großen Torchancen blieben bis auf weitere Zwei in der ersten Halbzeit aus.

In der 20. unterlief Weinböhlas Andreas Schneider einen weiten Abschlag von Drabe, so das plötzlich Scheiblich an der Sechszehn freie Schussbahn hatte. Aber er stellte sein Visier zu hoch ein, auch diese Chance war dahin. In der 33. wurde Tom Kaiser auf Links völlig frei gespielt. Doch Drabe warf sich ihm mutig entgegen und konnte zur Ecke klären. Nach einer einem Spitzenspiel würdigem Halbzeit ging es in diesem Stile weiter. Nur das der Schiri nun die forschen körperlichen Attacken der Gäste tolerierte, während dieselben Aktionen der Zillestädter sofort geahndet wurden. Direkte Torgefahr entstand so eigentlich nur noch aus Standardsituationen. In der 58. zimmerte Hagen Schurig einen 25-m Freistoß genau auf den Winkel, doch Herzog war mit toller Flugeinlage zur Stelle. Dann kam die ominöse 78. Minute. Der Schiri hatte als einziger auf dem Platz ein Foul an einem Gästespieler im Radeburger Strafraum gesehen und zeigte auf den Punkt. Schneider nahm das Geschenk an und verwandelte sicher. Rabu versuchte nun nochmal alles, doch die TuS-Abwehr blieb sattelfest. Und als in der Nachspielzeit Herzog einen gut geschossenen Freistoß von Thieme mit großer Parade entschärfen konnte stand der glückliche Sieg des Tabellenführers fest. Es war trotzdem ein tolles Spitzenspiel auf hohem Niveau, dem sich leider der Mann in Schwarz nicht angleichen konnte.

RaWe

   

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Wir hätten noch drei Stunden weiterspielen können. Dann hätten wir trotzdem 1:0 gewonnen (Augsburgs Torschütze über das Unvermögen des HSV vor dem gegnerischen Tor)

Jan-Ingwer Callsen-Bracker

   
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